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Aufgrund seiner Festigkeit, seiner Erscheinungsform von konzentrierter Kraft und seiner unwandelbaren Eigenschaften ist der Stein ein Symbol für die Weisheit. Gleichmütig ist er Zeuge von allen Veränderungen der Geschichte. Gelassenheit:selbst in Katastrophen.Die Essenz des Mineralreichs ist der reine Kristall. Mit der Kristallform erreicht das Mineral den Zustand seiner höchsten Vollkommenheit Die Materie verliert ihren Charakter von Undurchlässigkeit und Schwere, lässt sich durch Licht verwandeln wobei der Kristall die Welt des Sichtbaren mit dem Unsichtbaren verbindet, indem er den Lichtstrahl bis in sein Allerinnerstes vordringen lässt. Edelsteine spielen seit der babylonischen Magie eine grosse Rolle. Erste Überlieferungen gehen bis ins 4. Jahrtausend v.Chr. Die Sumerer liebten und verehrten sie als Boten göttlicher Kräfte. Die Wundersteine waren als Träger positiver Kräfte und Glücksbringer allgemein beliebt. Symbole für das Ewige, für unsterbliche Schönheit und Glanz wie sie sonst nur den Göttern zu eigen sind, waren die Edelsteine im alten Ägypten.

Edelsteine und Kristalle

Kein anderes Phänomen aus dem Mineralreich hat in der Geschichte der Menschheit wohl ein solch gewichtiges Interesse hervorgerufen, wie die Beobachtung der Kristalle in der Natur. Gerade in den letzten Jahren hat die Beschäftigung mit Kristallen einen ungeheueren Aufschwung genommen. Die Literatur hierzu ist inzwischen nahezu unüberschaubar geworden.
Die Edelsteine
In der Vergangenheit haben sich mit den Kristallen die ägyp-
tischen und griechischen Mysterienschulen ebenso beschäftigt, wie mittelalterliche Bauhütten und spirituelle Orden. Sie übernahmen damit das geistige Erbe der ersten Kulturen der Menschheit, in denen die Gottkönige das alleinige Recht besaßen, Kristalle und Edelsteine zu tragen. In jener Zeit wurden die Kristalle ausschließlich zu religiösen Zwecken verwandt. Sie waren ein wirksames Mittel, mit den feineren Schöpfungsebenen in Kontakt zu treten. Durch sie konnten die göttlichen Wesen-
heiten Zugang zu unserer materiellen Ebene finden. Rudolf Steiner bezeichnete die Edelsteine als Sinnesorgane höherer geistiger Wesenheiten, die über diese Steine an den gottes-
dienstlichen Handlungen unmittelbar teilnehmen konnten. Dies war den Bauhütten des Mittelalters noch bewußt. Aus diesem Grunde wurden die Räume der Kapellen, die Schreine der Reliquien und das Altargerät auch reichlich mit diesen Augen Gottes versehen.

Der Stein am Ring an der Hand des Priesterkönigs, die Edelsteine in seiner Krone und die Kristalle an seinem Ritualgewand waren nicht nur für die ihn umgebenden Menschen ein äußeres Zeichen dafür, daß er mit den geistigen Mächten in ständigem Kontakt stand, sie waren für ihn auch ganz konkrete Hilfsmittel für die Kommunikation mit diesen Kräften.